Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

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Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Mo 8. Jan 2018, 18:44

Die abscheuliche Sünde der Selbstbefleckung ...

... wird von der Kanzel und im Beichtstuhl gern als unmoralisch dargestellt. Zu Recht? Mit welchen Konsequenzen?

Meine Meinung hierzu habe ich bereits in der Überschrift kundgetan. Ich kann sie selbstverständlich argumentativ untermauern. Wenn Interesse besteht, lege ich das gern dar.

Ich halte das für wichtig, weil viele Menschen beim Ausleben ihrer Sexualität von Schuldgefühlen gequält werden. Es möchte zeigen, dass diese Schuldgefühle erstens unsinnig sind und zweitens aus bestimmten Gründen hervorgerufen werden.

Ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion.

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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Manu_42 » Mo 8. Jan 2018, 21:27

Mich stören nur immer die Haare auf den Handinnenflächen... :cry:

Ne, Spaß. Die Argumentation würde mich interessieren. :?:
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon NCIS » Di 9. Jan 2018, 09:12

Lieber Adrian,

deine Argumentation würde mich selbstverständlich auch interessieren. Allerdings fürchte ich, dass du hier im falschen Forum dafür bist. ;)
Hier bei uns treiben sich doch sowieso nur begeisterte Wichser herum, die längst wissen, dass von Selbstbefriedigung weder das Sehvermögen noch die Krümmung der Finger beeinträchtigt werden.

Du wärst mit deiner Argumentation daher wahrscheinlich besser bei dem Klientel aufgehoben, das die Bibel bis in die heutige Zeit wörtlich auslegt, eventuell solltest du dich dort mal registrieren. Mach' dir aber keine allzu große Hoffnungen, ich habe mich in einem solchen Forum (im entsprechenden Thread ging es um "besorgte Eltern", deren Tochter es doch tatsächlich gewagt hatte, dem Lesbianismus zu verfallen und man diskutierte fröhlich darüber, inwiefern man das liebe Töchterlein wieder auf den rechten Weg des Glaubens durch Züchtigung führen könne) mal spaßeshalber anmelden wollen. Aber ich bin schon an der Registrierung gescheitert. Vielleicht war mein gewählter Benutzername Darwinist wohl doch nicht so passend. :lol:
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Mi 10. Jan 2018, 08:07

Meine Argumentation basiert auf der Definition von Moral. Ich stelle diese in Opposition zu Ethik. Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Das ist falsch. Beispiel: Die Ethik-Kommission der deutschen Ärzteschaft ist KEINE Moral-Kommission.

Wo nun liegt der Unterschied? Die Moral legt in den Begriffen gut-böse fest / Ethik fragt nach fair-unfair. Ich will meine Position hier kurz in Form von Gegenüberstellungen skizzieren. Dabei nenne ich erst Moral, dann Ethik.

Moral / Ethik
Gehorsam / Einsicht
Religion / Aufklärung
Strafe / Konsequenz
Frömmigkeit / Intellekt
​​„ewige“ Gültigkeit / angemessene Varianz
​Willkür / Nachvollziehbarkeit​
Macht / Selbstbestimmung

Ich denke, es wird deutlich, was ich meine. ​Die Liste ließe sich fortsetzen und jeder Punkt ist der eingehenden Diskussion würdig. Meiner Definition von Moral / Ethik muss man freilich​ nicht folgen, sie schafft aber Klarheit, die ich sehr schätze.

Sicherlich: Es gibt moralische Maximen, die sich mit ethischen decken: "Du sollst nicht töten." Das Fundament der Moral aber ist morsch / nicht vorhanden, wie der Agnostiker / der Atheist formulieren würde.

Was nun Onanie angeht, so ist diese selbstverständlich niemals unfair, kann nicht unethisch sein. In den religiös-moralischen Ansichten vieler Geistlicher ist sie aber ​„böse" im Sinne der „abscheuliche​n​ Sünde der Selbstbefleckung​", wie schon zitiert.

Wer also Moral verwirft und sich statt dessen um Ethik bemüht, der kann nach Herzenslust und unbeschwert von Gewissensbissen onanieren.

In diesem Sinne:

Lasst uns unmoralisch, ja: antimoralisch sein, wo Moral der Ethik widerspricht.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Avluv » Mi 10. Jan 2018, 12:45

Adrian hat geschrieben:Frömmigkeit / Intellekt


WOW! Ich bin positiv überrascht, hier derartig anspruchsvolle Äußerungen zu finden. Auch wenn NCIS wohl nicht ganz Unrecht hat, dass dieses Forum hierfür vielleicht nicht ganz angemessen ist, doch eine Frage:

Du stellst Frömmigkeit und Intellekt als Gegensätze dar. Geht das nicht doch ein wenig weit? Meines Erachtens sind nicht alle Religiösen Religioten.

Es würde mich freuen, wenn du dazu Stellung beziehst.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Mi 10. Jan 2018, 17:54

Avluv hat geschrieben:Du stellst Frömmigkeit und Intellekt als Gegensätze dar. Geht das nicht doch ein wenig weit? Meines Erachtens sind nicht alle Religiösen Religioten.

Es würde mich freuen, wenn du dazu Stellung beziehst.


Das kommentiere ich gern. Ich brauche Gläubige nicht als Religioten darzustellen, das machen sie mitunter selbst, so Paulus in 1. Korintherbrief 1, 18–25:

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. Es heißt nämlich in der Schrift: Ich lasse die Weisheit der Weisen vergehen und die Klugheit der Klugen verschwinden. Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer in dieser Welt? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.


Theologen pflegen das "sacrificium intellectus" zu nennen, also die Aufopferung des Intellekts. Diese Haltung ist für mich absolut indiskutabel.

Bei aller Missbilligung: Ich würde nicht alle Gläubigen als "Religioten" bezeichnen. Freilich: Es gibt solche auch - man denke nur an die Gotteskrieger des Islamischen Staates. Es gibt aber auch sehr intelligente Gläubige. Als Beispiel sei Dietrich Bonhoeffer angeführt. Ich kann dessen Religiosität zwar nicht nachvollziehen, habe aber große Achtung vor ihm - obwohl er das sacrificium intellectus befürwortete.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Onan60 » Do 11. Jan 2018, 04:23

Mir macht es Spaß und das ist wichtig.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Avluv » Do 11. Jan 2018, 06:24

Danke für Deine beeindruckende Stellungnahme. Das mit dem "sacrificium intellectu" wusste ich gar nicht. Klingt in der Tat unglaublich religiotisch. Um so mehr irritiert es, dass Bonhoeffer, den ich auch bewundere, das akzeptiert.

Ich will Deine Geduld nicht über Gebühr strapazieren. Gestatte trotzdem noch eine Frage:

Du schreibst, dass Schuldgefühle aus bestimmten Gründen hervorgerufen werden. Was für Gründe sind das? Was treibt Priester zu einer solchen Sexbesessenheit, dass sie meinen, Selbstbefriedigung in dieser Art verurteilen zu müssen?
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Do 11. Jan 2018, 19:33

Avluv hat geschrieben:Was für Gründe sind das? Was treibt Priester zu einer solchen Sexbesessenheit, dass sie meinen, Selbstbefriedigung in dieser Art verurteilen zu müssen?


Sexbesessenheit der Priester - diese Formulierung gefällt mir. So ist es in der Tat! Letztlich sind wir natürlich alle sex"besessen" (Mitglieder dieses Forums selbstverständlich ausgenommen :lol: ).

Sex ist im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig, ist in unseren Genen fest verankert und kann damit nicht sinnvoll verboten werden. Wer ein solches Verbot ausspricht, verlangt Unmögliches, kalkuliert das Übertreten des Verbots fest ein. Dieses nicht einhaltbare Verbot wird darüber hinaus mit haarstäubenden Drohungen belegt. Schwinden des Sehvermögens, Krümmung der Finger und Behaarung der Handinnenflächen wurden schon genannt. Die allliebende und allfürsorgliche Kirche fügt noch den Zorn Gottes, Fegefeuer usw. usw. hinzu. All das ist Schwachsinn, hat aber über Generationen gewirkt, wirkt unterschwellig noch immer. Diese Unmenschlichkeit, nämlich Unmögliches unter Androhung haarsträubender Strafen zu verlangen, lässt sich kaum steigern - die christliche Religion schafft es aber doch durch die Erfindung des Schauermärchens von der Erbsünde: völlig unentrinnbar (anderes Thema).

Der Sinn in diesem Unsinn ist die Anhäufung und Bewahrung unglaublicher Macht: Der Gläubige muss durch seinen Sexualtrieb "sündig" werden, ist es sowieso durch die "Erbsünde". Nur die Kirche und ihre Vollstrecker (die durch den Zölibat noch besonders gefoltert werden) sind in der Lage, durch Hokuskokus diese "Sünden" zu vergeben. Dafür können sie alles verlangen: Immense Reichtümer, unmenschliche Verbrechen (z.B. christliche Kreuzzüge, islamische Selbstmordattentate), absolute Versklavung (z.B. in Klöstern).

Diese Macht schwindet, Aufklärung (NICHT Gott!) sei Dank, langsam; ist aber noch stärker, als man glauben mag. (Ich habe das sogar in diesem Forum per Zensur und "Verwarnung" erfahren müssen.)
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon NCIS » Do 11. Jan 2018, 19:58

Adrian, jetzt ist hier aber wirklich Schluss. Dieses Forum ist garantiert nicht der geeignete Ort, um die Keule zu einem antireligiösen Rundumschlag zu schwingen. Hier darf nämlich jeder glauben, was und an wen er möchte, egal ob das nun Allah, Jehowa, Gott, Ganesha oder das fliegende Spaghettimonster ist.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Manu_42 » Do 11. Jan 2018, 20:14

Adrian hat geschrieben:Meine Argumentation basiert auf der Definition von Moral. Ich stelle diese in Opposition zu Ethik. Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet. Das ist falsch.


:!: Laut Duden ist Ethik ein Synonym von Moral.



Adrian hat geschrieben:... In den religiös-moralischen Ansichten vieler Geistlicher ist sie aber ​„böse" im Sinne der „abscheuliche​n​ Sünde der Selbstbefleckung​", wie schon zitiert. ...


Also ich kann deine Argumentation nicht nachvollziehen. Wenn ich dich richtig verstehe, setzt du Moral mehr oder weniger mit "religiösen Regeln" gleich. Dies kann zwar richtig sein, muss aber nicht. Denn laut Duden.de ist die Bedeutung von Moral:

- Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden
- sittliches Empfinden, Verhalten eines Einzelnen, einer Gruppe; Sittlichkeit


Das bedeutet: ob etwas unmoralisch ist oder nicht bestimmt immer man selbst [würde ich jetzt mal nicht betrachten, da es bestimmt auch Menschen gibt die am Töten nichts unmoralisches sehen] oder die Gesellschaft in der man lebt. Also z.B. ein Land, eine Kultur und auch eine religiöse Gesellschaft (meistens werden sich diese Gesellschaften vermischen).

Da nun in unserer westlichen Kultur für die Mehrheit der Staat über der Religion steht, bestimmt hier der Staat über die "Normen des Zusammenlebens" (z.B. in Deutschland das Grundgesetz). Da die Selbstbefriedigung laut unseren Gesetzen nicht verboten ist, würd ich zu dem Schluss kommen:
Onanie ist nicht unmoralisch :!:
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Do 11. Jan 2018, 20:43

NCIS hat geschrieben:Adrian, jetzt ist hier aber wirklich Schluss.


Das ist interessant: Ich darf auf Fragen nicht antworten? Immerhin besteht Interesse, zunächst auch von Dir. Das Unterbinden einer kritischen Auseinandersetzung zeugt von fehlender Souveränität und mangelnder Verantwortung hinsichtlich der Freiheit des Internets. Meinst Du tatsächlich, die Mitglieder dieses Forums sind nicht in der Lage, sich ein eigenes Bild zu machen, selbst Argumente zu bewerten? Meinst Du, sie wären so dämlich, dass Du sie "schützen" müsstest, indem Du versuchst, mich mundtot zu machen? Oder willst Du vorgeben, dass das Thema Religion und Selbstbefriedigung unerheblich wäre? (Die Reaktionen - auch Deine - bezeugen das Gegenteil.) Oder befolgst Du hier eine Art "Forum-Raison"?

Redbone hat geschrieben:Eine kurze und vor allem sachliche Diskussion könnten wir eventuell(!) dulden.


Bitte nimm zur Kenntnis: Ich lasse mir den Mund nicht verbieten. Freilich Ihr könnt Eure Macht eventuell(!) missbrauchen, indem Ihr mich sperrt. Ihr könnt Euch aber nicht wirklich der Einsicht widersetzen, dass Ihr damit die Idee des Internets verratet und die Forumsmitglieder entmündigt.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Do 11. Jan 2018, 21:23

Manu_42 hat geschrieben:Laut Duden ist Ethik ein Synonym von Moral.


Meine Differenzierung zwischen Moral und Ethik ist mein Vorschlag einer Definition. Ich meine, dass das Klarheit schafft: Man kann sich damit problemlos von einer vorgegebenen Moral distanzieren und sich einer selbst verantworteten Ethik annähern. Moral sind im übrigen nicht unbedingt "religiöse Regeln". So wird z.B. auch eine "sozialistische Moral" propagiert.

Ich schlage vor, Moral, so wie ich sie definiere, zu verwerfen. Dann ist unerheblich, was moralisch oder unmoralisch ist. Das ist selbstverständlich ein Vorschlag. Niemand muss dem folgen. Ich bevormunde nicht, wie Moral das regelmäßig tut.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Manu_42 » Do 11. Jan 2018, 22:11

Ist Onanie unmoralisch? ...


Adrian hat geschrieben:... Ich schlage vor, Moral, so wie ich sie definiere, zu verwerfen. Dann ist unerheblich, was moralisch oder unmoralisch ist. ...


:?
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon NCIS » Fr 12. Jan 2018, 07:59

Adrian hat geschrieben:
Das ist interessant: Ich darf auf Fragen nicht antworten? Immerhin besteht Interesse, zunächst auch von Dir.


Mich interessierte, was du über das Thema Moral im Zusammenhang mit Selbstbefriedigung denkst und nicht, welche persönliche Einstellung zur Religion du hast.

Adrian hat geschrieben:Das Unterbinden einer kritischen Auseinandersetzung zeugt von fehlender Souveränität und mangelnder Verantwortung hinsichtlich der Freiheit des Internets.


Dein Fehler ist, Freiheit falsch zu interpretieren. Es mag dir und mir als überzeugten Atheisten vielleicht komisch vorkommen, aber die freie Ausübung von Religion ist in unserem Land durch das Grundgesetz geschützt. Auch das Netz ist zwar grundsätzlich frei, aber keineswegs ein rechtsfreier Raum. Mit der Registrierung im Forum hast du dich darüber hinaus bereit erklärt, dich an diese Regeln zu halten und musstest dies durch das Setzen eines Häkchens bestätigen. Spätestebs da hätten dir zwei Dinge auffallen müssen, nämlich erstens, dass du hier nicht tun und lassen darfst, was du willst und zweitens, dass du, sofern du die Forumsregeln nicht achtest, hier am falschen Platz bist. Wenn du das nicht tust, musst du damit rechnen, dass es Konsequenzen gibt.

Adrian hat geschrieben:Meinst Du tatsächlich, die Mitglieder dieses Forums sind nicht in der Lage, sich ein eigenes Bild zu machen, selbst Argumente zu bewerten? Meinst Du, sie wären so dämlich, dass Du sie "schützen" müsstest, indem Du versuchst, mich mundtot zu machen?

Es scheint dir eventuell entgangen zu sein, aber dein Beitrag steht noch genauso da wie du ihn verfasst hast. Von mundtot machen kann also keine Rede sein.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Adrian » Fr 12. Jan 2018, 16:07

NCIS hat geschrieben:Mich interessierte, was du über das Thema Moral im Zusammenhang mit Selbstbefriedigung denkst und nicht, welche persönliche Einstellung zur Religion du hast.


Die moralische Verurteilung der Selbstbefriedigung hat zumindest in unserem Kulturkreis immer eine christliche Konnotation - wie die Gesamtheit moralischer Zumutungen überhaupt. (Beachte: ich trenne Moral und Ethik.)

NCIS hat geschrieben:Dein Fehler ist, Freiheit falsch zu interpretieren.


Wie schön, dass Du ganz genau weißt, wie Freiheit richtig zu interpretieren ist. Glückwunsch!

Grundgesetz, Artikel 4 hat geschrieben:Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.


So ist es - und das umfasst auch die Freiheit, ungläubig zu sein. Diese Freiheiten tangiere ich jedoch gar nicht. Insofern: Thema verfehlt. Die Mitglieder des Forums mögen an die Zahnfee, an Rumpelstilzchen oder an die Unfehlbarkeit von Eunuchen glauben. Ich habe nicht die Macht, deren Freiheit hier zu unterdrücken, will sie gar nicht haben. Dazu müsste ich ja hier Moderator sein, ein Amt, das mir wahrhaftig fern liegt. (Darin sind wir uns einig, lieber NCIS, nicht wahr?) Tatsache ist, dass eine religionskritische Grafik von mir hier per Zensur entfernt wurde und sogar, ich wiederhole, verkündet wurde, dass eine kurze und sachliche Diskussion nur eventuell(!) geduldet werde. (So der Administrator Redbone.)

Kritische Äußerungen, auch wenn sie satirisch sind, sind nicht vom Art. 4 GG gemeint. Wenn überhaupt, träfe der unsägliche § 166 StGB zu. Meine hier zur Diskussion stehenden Beiträge sind aber noch nicht einmal satirisch außer vielleicht die Sache mit dem Törichten an Gott. Das aber stammt nicht von mir, sondern von Paulus (darum für ihn wie für mich: Verwarnungs-Stufe: [1]). An welcher Stelle sollte ich Religion verunglimpft haben oder gar die Freiheit der Religionsausübung beschnitten haben? Durch Nennung von Fakten geht das ja wohl kaum.

Ich sehe auch nicht, wo ich in der Argumentation Moral / Onanie gegen die Regeln des Forums verstoßen haben sollte. Ich bitte sehr darum, das dezidiert zu belegen. Dass fundierte Kritik nur eventuell(!) erlaubt ist, habe ich erst später erfahren dürfen. Dieser Forumsregel habe ich nicht zugestimmt - sie tangiert mich auch nicht wirklich.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Avluv » Fr 12. Jan 2018, 16:28

Oha! Das ist ja spannend hier und durchaus amüsant. Schade, dass Adrians religionskritische Grafik zensiert wurde. Hätte mich interessiert. (@ Adrian: Bitte schick sie mir per Mail.)

Ich kann Adrian nur zustimmen: Er hat lediglich Argumente vorgetragen, durchaus schonungslos aber sachlich korrekt.

Die Äußerung von Redbone, eine sachliche Diskussion nur eventuell zu dulden, ist dagegen völlig daneben. Ich bin wie Adrian Atheist, glaube also nicht an Götter. Auch nicht, wenn Administratoren sich zu solchen aufschwingen.
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Manu_42 » Fr 12. Jan 2018, 17:46

Adrian hat geschrieben:... Die allliebende und allfürsorgliche Kirche fügt noch den Zorn Gottes, Fegefeuer usw. usw. hinzu. All das ist Schwachsinn, hat aber über Generationen gewirkt, wirkt unterschwellig noch immer. Diese Unmenschlichkeit, nämlich Unmögliches unter Androhung haarsträubender Strafen zu verlangen, lässt sich kaum steigern - die christliche Religion schafft es aber doch durch die Erfindung des Schauermärchens von der Erbsünde: völlig unentrinnbar (anderes Thema).

Der Sinn in diesem Unsinn ist die Anhäufung und Bewahrung unglaublicher Macht: Der Gläubige muss durch seinen Sexualtrieb "sündig" werden, ist es sowieso durch die "Erbsünde". Nur die Kirche und ihre Vollstrecker (die durch den Zölibat noch besonders gefoltert werden) sind in der Lage, durch Hokuskokus diese "Sünden" zu vergeben. Dafür können sie alles verlangen: Immense Reichtümer, unmenschliche Verbrechen (z.B. christliche Kreuzzüge, islamische Selbstmordattentate), absolute Versklavung (z.B. in Klöstern). ...

Wenn das keine Verunglimpfung, weis ich auch nicht. :idea:


Ich bin dafür dieses Thema hier zu beenden, es führt eh nirgends mehr hin, da die aktuelle diskussion nicht viel mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat. :idea:
Außerdem halte ich Adrian für einen Troll, aber das nur als Randbemerkung :roll:
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Re: Ist Onanie unmoralisch? - Na klar! Na und?

Beitragvon Redbone » Fr 12. Jan 2018, 17:54

Avluv hat geschrieben:Schade, dass Adrians religionskritische Grafik zensiert wurde. Hätte mich interessiert. (@ Adrian: Bitte schick sie mir per Mail.)

Du hast diese "religionskritische Grafik" (und ähnliche Bilder) bereits seit Jahren auf Facebook. :lol:
Dort könnt ihr euch übrigens auch gerne weiter austoben.

Avluv hat geschrieben:Ich kann Adrian nur zustimmen: Er hat lediglich Argumente vorgetragen, durchaus schonungslos aber sachlich korrekt.

Ich dachte, Du hast diese "religionskritische Grafik" nicht gesehen? Woher willst Du dann wissen, dass das Bild zwar schonungslos aber sachlich war?


Gut, machen wir ein Ende:
Meiner Meinung nach seid ihr einfach nur Trolle. Euch geht es weder um Religion noch um Selbstbefriedigung, sondern ihr wollt mit eurem Geschwafel nur zeigen, dass ihr alles und jeden auseinander nehmen wollt um euch wichtig zu machen. Ich kenne solche Individuen zur Genüge, sei es im Internet oder im realen Leben. Wenn ihr spielen wollt, sucht euch einen anderen Spielplatz.

Hier ist nun geschlossen und ihr seid gesperrt.
Schreibt mir bitte keine E-Mails - sie würden nur ungelesen im Müll landen. Schreibt auch nicht an info@sch-ona, es würde sowieso an mich weitergeleitet. :twisted:

Amen.
Ich will, dass sie mich beißt.
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