Welt-AIDS-Tag

Hier könnt ihr Fragen stellen oder Diskutieren über Sex mit mehr als einer Person

Welt-AIDS-Tag

Beitragvon NCIS » Do 1. Dez 2016, 19:37

Hallo liebe Sch-Ona-Freunde,

wie ihr sicher wisst, ist heute, wie jedes Jahr am 1. Dezember, Welt-AIDS-Tag. Und weil es in diesem Forum ja vorrangig um Themen mit sexuellem Inhalt geht, habe ich mir gedacht, man könnte diesem Tag doch auch mal hier im Forum einen eigenen Threat widmen und so dazu beitragen, die Erkrankung ein wenig mehr in die Öffentlichkeit zu rücken.

Viele unterschätzen heutzutage die Infektion mit HIV meiner Meinung nach wieder verstärkt. Die meisten glauben, dass das doch ein Problem der Entwicklungsländer sei. Andere wiederum sehen darin immer noch eine Seuche, die nur Homosexuelle betrifft. Und hinzu kommt, dass dank moderner Medizin viele HIV-Positive inzwischen eine deutlich gestiegene Lebenserwartung haben und ein qualitativ weitgehend kaum eingeschränktes Leben führen können.
Doch die Realität sieht ganz anders aus. Auch heute noch ist AIDS nicht heilbar und obwohl in unserer modernen, westlich aufgeklärten Nation die Zahl der jährlich Neuinfizierten sicher geringer als anderswo auf der Welt ist, so stagniert diese Zahl seit Jahren doch auf einem gleichbleibenden Niveau. Und: HIV ist eine Erkrankung, die keineswegs nur schwule Männer betrifft, sondern die prinzipiell jeder bekommen kann.

Ich kenne einige Leute, die meinen, bei Sexualkontakt mit Fremden auf ein Kondom verzichten zu können, in der Annahme, dass schon nichts passieren werde. Auch hier im Forum habe ich schon mit ein, zwei Leuten privat geschrieben (ich werde jetzt ganz bestimmt keine Namen nennen), für die es völlig normal ist, sexuelle Kontakte zu gleich mehreren Personen zu unterhalten und aus Gründen der Bequemlichkeit auf die Verhütung mit Kondomen zu verzichten.

Nun ist es ja so, dass ich schon einige Jahre aus der Schule raus bin. Ich kann mich aber erinnern, dass das Thema HIV/AIDS im Unterricht zwar ausführlich besprochen wurde, aber gerade auf die Verwendung von Kondomen ist kaum eingegangen worden. Wir haben nie geübt, wie man so ein Teil richtig verwendet. Das mussten wir uns sozusagen mühsam im Selbststudium "erarbeiten".

Während meines Zivildienstes auf einer internistischen Station im Klinikum meiner Heimatstadt hatte ich dann zum ersten Mal Kontakt mit einer Person, die HIV-positiv war. Ich bin mit ihr nicht anders umgegangen als mit all den anderen Patienten. Abgesehen davon, dass es zusätzliche Bestimmungen gab wie das Überziehen von Handschuhen bei direktem Kontakt. Rückblickend muss ich sagen, dass ich inzwischen bedauere, nicht mehr gefragt zu haben. Man will nicht neugierig sein oder so und hat Hemmungen, aber ich denke heute, dass es zum integrativen Miteinander gehört, sich solche Lebensgeschichten auch anzuhören.

Wie sieht es bei euch aus? Findet ihr, dass dieser Tag wirklich dazu beiträgt, AIDS mehr in die Öffentlichkeit zu rücken? Wie sehen eure eigenen Erfahrungen aus? Glaubt ihr, dass man in der Schule mehr darüber unterrichten und aufklären sollte? Was macht ihr, um euch vor einer Infektion zu schützen? Nehmt ihr außerhalb einer Beziehung wirklich immer Kondome, wenn kein AIDS-Test vorliegt (mal ganz davon abgesehen, dass es auch noch eine Menge anderer perfider Krankheiten gibt, die man sich holen kann)? Kennt ihr eine Person in eurem Umfeld, die HIV-positiv ist? Wenn ja, wie ist sie in die Gesellschaft integriert? Wird sie gemieden? Welche Gedanken habt ihr dabei? Schreibt einfach frei von der Leber weg, eure Meinungen interessieren mich sehr. Und auf dass eine fruchtbare Diskussion daraus entstehen möge.

Liebe Grüße
NCIS
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Re: Welt-AIDS-Tag

Beitragvon basti » So 4. Dez 2016, 13:34

Hey,

toller Beitrag, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist! :!:
Ja, das Thema ist zu sehr in den Hintergrund gerückt. Warum? Aufgrund des vermeintlichen medizinischen Fortschritts? Auch wenn man nach einer Infektion nicht mehr zwangsläufig früh erkranken und sterben muss, ist das Leben mit einer Infektion doch mit starken Einschränkungen verbunden, die ich mir nicht wünschen würde. Ein bisschen weiß ich, wovon ich rede, weil ich auch beruflich schon mit HIV-Infizierten zu tun hatte.
Wenn man jetzt tlw. hört, dass es viele Jüngere gibt, die nicht einmal wissen, wie HIV übertragen wird, läuft da einiges verdammt schief. Ich bin ja auch schon ein paar Jahre aus der schule raus, ich weiß nicht, wie dort heute aufgeklärt wird.
Der von dir beschriebene Leichtsinn kommt dann noch dazu. Auf der anderen Seite glaube ich schon, dass die Mehrheit immer noch weitaus bedachter agiert und außerhalb von Beziehungen selbstverständlich Kondome verwendet.
Den WeltAids-Tag halte ich immer noch für wichtig, um auf das Thema aufmerksam zu machen... und auch zum Gedenken an die Opfer!
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Re: Welt-AIDS-Tag

Beitragvon timeboy » Do 16. Nov 2017, 14:52

NCIS hat geschrieben: Ich kann mich aber erinnern, dass das Thema HIV/AIDS im Unterricht zwar ausführlich besprochen wurde, aber gerade auf die Verwendung von Kondomen ist kaum eingegangen worden.

Jo, wurde bei uns auch thematisiert.
Wurde vom Lehrer als Schwulenkrankheit bezeichnet und dass die Schwulen das Aids auf der ganzen welt verbreitet haben. Ok, ich bin auf einem kath. Gymnasium :mrgreen:
wo soll ich denn Aids herbekommen, wenn ich mit einem gleichaltrigen Mädchen sex habe. Sie wird sich bestimmt nicht mit einem Schwulen abgegeben haben.
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Re: Welt-AIDS-Tag

Beitragvon Kratzbaum » Do 16. Nov 2017, 18:45

Hab erst mal Sex, Jungchen, bevor du so einen Stuss verzapfst.
Eine Niederlage ist keine Schande, solange der Geist sich nicht geschlagen gibt!
http://www.sch-ona-forum.de/viewtopic.php?f=108&t=15742
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Re: Welt-AIDS-Tag

Beitragvon Musterländle » Fr 17. Nov 2017, 09:06

Nichts gegen timeboy, aber sein Beitrag entbehrt ja wohl jeglicher Realität! :shock:
"Irrtümer haben ihren Wert, aber nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt, entdeckt Amerika."
(Erich Kästner, dt. Schriftsteller)
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Re: Welt-AIDS-Tag

Beitragvon NCIS » So 19. Nov 2017, 16:23

Ein Grund mehr, dieses Thema jedes Jahr wieder ins Licht der Aufmerksamkeit zu stellen.
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